๐—ช๐—ฎ๐—ฟ๐˜‚๐—บ ๐˜€๐—ผ๐—น๐—น๐—ฒ๐—ป ๐— ๐—ถ๐˜๐—ฎ๐—ฟ๐—ฏ๐—ฒ๐—ถ๐˜๐—ฒ๐—ป๐—ฑ๐—ฒ ๐—ณรผ๐—ฟ ๐—ช๐—ฒ๐—ถ๐˜๐—ฒ๐—ฟ๐—ฏ๐—ถ๐—น๐—ฑ๐˜‚๐—ป๐—ด๐—ฒ๐—ป โ€ž๐—บ๐—ผ๐˜๐—ถ๐˜ƒ๐—ถ๐—ฒ๐—ฟ๐˜โ€œ ๐˜„๐—ฒ๐—ฟ๐—ฑ๐—ฒ๐—ป?

Betriebliches Lernen Corporate Learning Didaktik Future Learning Lernen Unternehmenskultur

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Die neue Studie der Bertelsmann Stiftung โ€žWas Beschรคftigte von Weiterbildung abhรคltโ€œ (1) zeigt schonungslos, dass die Beschรคftigten im Schnitt sechs bis acht Hรผrden nennen, die sie von Qualifizierungen abhalten โ€“ von fehlenden Anreizen รผber Informationslรผcken bis zu den Kosten, Zeitmangel und einer schwachen Weiterbildungskultur. Nur etwa jede*r Zweite plant รผberhaupt, sich in den nรคchsten zwรถlf Monaten weiterzubilden.

Die reflexhafte Reaktion vieler Unternehmen lautet jetzt: โ€ž๐˜ž๐˜ช๐˜ฆ ๐˜ฎ๐˜ฐ๐˜ต๐˜ช๐˜ท๐˜ช๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ธ๐˜ช๐˜ณ ๐˜ฅ๐˜ช๐˜ฆ ๐˜“๐˜ฆ๐˜ถ๐˜ต๐˜ฆ ๐˜ป๐˜ถ ๐˜ฎ๐˜ฆ๐˜ฉ๐˜ณ ๐˜š๐˜ฆ๐˜ฎ๐˜ช๐˜ฏ๐˜ข๐˜ณ๐˜ฆ๐˜ฏ?โ€œ Genau hier liegt aus meiner Sicht das Problem.

Es ist eigentlich ganz einfach. Wenn wir vom Bild des eigenverantwortlichen und selbstorganisierten Mitarbeitenden ausgehen, wird er Weiterbildungen von sich aus nutzen, die ihn nach seiner Meinung voranbringen. Wenn er diese Einschรคtzung nicht hat, wird er es sein lassen. Welchen Sinn macht es dann, ihn trotzdem zu bewegen, die Weiterbildung รผber sich ergehen zu lassen?

Wenn wir diese Einsicht ernst nehmen, sollten wir aufhรถren, zu versuchen, an Teilnahmequoten zu drehen โ€“ und anfangen, Corporate Learning grundlegend neu zu denken.

Initiieren Sie deshalb einen Paradigmenwechsel zu einem Lernkonzept, das Lernen im Arbeitsprozess immer dann ermรถglicht, wenn die Mitarbeitenden eine neuartige Problemstellung zu bewรคltigen haben. Wenn sie dann erfahren, dass es ihnen ermรถglicht wird, รผberzeugende Lรถsungen zu erstellen, benรถtigt man keine extrinsische Motivation mehr.

Diesย bedeutet:

โ€ข Lernen dorthin verlagern, wo Wertschรถpfung entsteht: in Projekte, Prozesse, Kundenschnittstellen โ€“ nicht in isolierte Trainingsrรคume,
โ€ข Lernen als Teil der Arbeitszeit und -aufgabe definieren, nicht als Zusatzprogramm โ€žon topโ€œ,
โ€ข Anreize neu ausrichten: Lernprozesse an bedarfsgerechten Skills-Profilen ausrichten,
โ€ข Fรผhrungskrรคfte als Entwicklungspartner*innen ihrer Mitarbeitenden in die Verantwortung nehmen,
โ€ข Learning & Development zum Architekten eines Lernรถkosystems in Form eines Ermรถglichungsraums entwickeln.

Es ist deshalb Zeit, die Frage zu drehen. Nicht: โ€ž๐˜ž๐˜ช๐˜ฆ ๐˜ฃ๐˜ณ๐˜ช๐˜ฏ๐˜จ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ธ๐˜ช๐˜ณ ๐˜ฎ๐˜ฆ๐˜ฉ๐˜ณ ๐˜”๐˜ฆ๐˜ฏ๐˜ด๐˜ค๐˜ฉ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ช๐˜ฏ ๐˜ž๐˜ฆ๐˜ช๐˜ต๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ฃ๐˜ช๐˜ญ๐˜ฅ๐˜ถ๐˜ฏ๐˜จ๐˜ฆ๐˜ฏ?โ€œ Sondern: โ€ž๐˜ž๐˜ช๐˜ฆ ๐˜ท๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ฃ๐˜ช๐˜ฏ๐˜ฅ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ธ๐˜ช๐˜ณ ๐˜ˆ๐˜ณ๐˜ฃ๐˜ฆ๐˜ช๐˜ต๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ถ๐˜ฏ๐˜ฅ ๐˜“๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ฏ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ฆ๐˜ง๐˜ง๐˜ช๐˜ป๐˜ช๐˜ฆ๐˜ฏ๐˜ต?โ€œ

Wer jetzt nur an der Oberflรคche optimiert, wird weiter gegen sechs bis acht Barrieren pro Kopf anarbeiten. Wer die Studie als Anlass fรผr einen radikalen Designwechsel nutzt, kann Corporate Learning vom Kostenfaktor zum strategischen Hebel der Transformation machen.

(1) chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://lnkd.in/eS6ShUSW

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