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The Hidden Cost of AI-Generated Feedback
drphilippahardman.substack.com
Viele Unternehmen starten bei KI im Corporate Learning mit den Tools, z. B. Chatbots oder KI-basierte Coaching-Assistenten (โalways-on Coachesโ). Das klingt nach Skalierung โ liefert aber oft nur mehr Text, nicht effektiveres Lernen.
Philippa Hardman beschreibt genau diese Falle sehr anschaulich (1). KI-Feedback kann inhaltlich hochwertig sein โ und wird von Lernenden auch als โhilfreichโ bewertet. Entscheidend ist aber, was danach passiert. Wenn Lernende wissen, dass das Feedback von einer KI kommt, investieren sie oft weniger Zeit, weniger Anstrengung, weniger Tiefe. Nicht weil sie irrational sind, sondern weil zentrale Lerntreiber fehlen: sichtbare Lehrprรคsenz, soziale Verbindung, als Individuum gesehen werden, Zugehรถrigkeit und menschliche Unterstรผtzung fรผr Selbstregulation.
Die Schlussfolgerung daraus ist: KI ersetzt kein Lernarrangement, sie erhรถht Reichweite und Taktung, nicht automatisch Lernwirksamkeit.
Selbstorganisiertes Lernen gelingt nicht von allein. Die Lernenden mรผssen diese Fรคhigkeit erst schrittweise aufbauen. Deshalb genรผgt es nicht, einfach KI-basierte Lernlรถsungen zu installieren und zu hoffen, dass die Mitarbeitenden schon irgendwie damit zurechtkommen kรถnnen.
Auf dieser Erkenntnis basiert das Konzept des ๐ฆ๐ผ๐ฐ๐ถ๐ฎ๐น ๐๐น๐ฒ๐ป๐ฑ๐ฒ๐ฑ ๐๐ฒ๐ฎ๐ฟ๐ป๐ถ๐ป๐ด, mit dem eine Brรผcke zum selbstorganisierten Lernen mit โWorkplace Learning โ next Generationโ, also im Arbeitsprozess im Dialog mit KI, geschaffen wird. Die Mitarbeitenden lernen dabei mit hoher Verbindlichkeit, z. B. durch Lerntandems und -gruppen, sowie flankiert durch professionelle Lernbegleitende, ihre Lernprozesse mit KI-basierter Skills-Diagnostik selbstorganisiert zu planen. In Abstimmung mit der Fรผhrungskraft setzen sie diese Lernprozesse im Dialog mit KI-Lernpartner selbstorganisiert um. Haben die Mitarbeitenden diese Erfahrungen gemacht, werden sie nach und nach dazu รผbergehen, immer dann mit KI-Unterstรผtzung zu lernen, wenn ein neues Problem im Arbeitsprozess zu bewรคltigen ist. Arbeiten und Lernen wachsen zusammen.
Was unterscheidet Social Blended Learning vom formellen Blended Learning:
โข Der rote Faden ist kein Curriculum, sondern eine selbst gewรคhlte Praxisaufgabe / ein Praxisprojekt.
โข Ziele sind Werte- und Kompetenzziele, nicht standardisierte Wissensziele aus Curricula..
โข Lernpfade werden personalisiert geplant โ mit KI-Unterstรผtzung, aber in Absprache mit der Fรผhrungskraft.
Damit entsteht menschliche Prรคsenz und soziale Verantwortung โ wรคhrend die KI Geschwindigkeit, Personalisierung und Skalierung ermรถglicht.
(1) https://lnkd.in/e6C-ApUu